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Cadalmos

Gott



Geschlecht:
Alter: 108
Anmeldungsdatum: 08.06.2009
Beiträge: 21

Rasse: noch keine

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BeitragVerfasst am: 13.12.2009, 01:08    (Kein Titel)
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Schon seit einer geraumen Zeit schwebte eine Wolke am Himmel, welche, wenn man genauer hinsah und sich eine Weile auf sie konzentrierte, dem Gesicht des alten Mannes glich, als welcher Cadalmos vorzüglich aufzutreten pflegte.
Was keine hätte wissen können, war, dass es in gewisser Weise tatsächlich der Gott der Magier war, welcher von Kissu, der Heimatstätte der Götter, aus das Treiben seiner Tochter verfolgte, um zu sehen, ob diese etwas aus ihrem Stubenarrest gelernt haben mochte.

Zuerst war er seht zufrieden und entspannt gewesen, denn so hielt sich seine Tochter doch an ihrer Heimatinsel auf den irdischen Gefilden auf, welche so weit im Ozean lag, dass es nahezu unmöglich war, dass ein Mensch sie je finden und erreichen würde.
Umso überraschter war der Gott jedoch gewesen, als Jaroll plötzlich auftauchte. Unweigerlich, es war von diesem Fischer sicherlich nicht beabsichtigt gewesen, den Aufenthaltsort Njalas aufzusuchen, doch nichts desto trotz hatte er dies nun getan.

Die Cadalmos abbildende Wolke schwebte etwas näher aus der Inselmitte heran, nahezu über die beiden sich Unterhaltenden und verharrte dort in einer Träge, wie Wolken am Himmel verharrten.
Kritische und unbemerkte Blicke schickte der Gott der Gerechtigkeit auf sie beiden hinab und drehte jedes Wort, welches seine Schwester formulierte, mehrere Male um, ob sich in ihnen nicht ein verborgener und vor allem schwerer Verstoß gegen seine Pläne fand.

Doch schien dem nicht so zu sein, was den Gott sehr erfreute, die Wolke dadurch dünner werden ließ, als würde sie sich jeden Augenblick im warmem Sonnenschein auflösen und verflüchtigen.
Njala half diesem Menschen, unterstütze ihn. Das war gut. Es war ja nicht so, dass sie den Menschen nicht zur Hand gehen sollten, vor allem nicht, wenn sie sich in solch misslichen Lagen befanden wie Jaroll eben.
Zufrieden war Cadalmos dabei, diesem Schauspiel den Rücken zu kehren und sich den Magiern in ihrer Akademie zuzuwenden, er spürte, dass sein wachsames Auge dort bald vonnöten sein könnte.

Was nun aber im Weiteren geschah, veranlasste den Magiegott, noch länger zu verweilen.
Seine Tochter beschenkte den Mann gar reich, was, genau betrachtet, kaum der Rede wert war und toleriert werden konnte. Als sie sich dann allerdings anmaßte, augenscheinlich vor ihm baden zu gehen, zog sich die Wolke des Cadalmos zusammen, gewann Substanz, wurde unerkannt dunkler.

Der Tropfen, welcher das Fass zum Überlaufen brachte war die Tatsache, dass der gestrandete Fischer sich, kaum dass er Njala unbekleidet besehen hatte, seiner Kleider entledigte und ihr hernach ins Wasser watete.
Der beobachtende Gott traute seinen Augen nicht! Njala musste doch genug Vernunft beweisen, sich den Menschen nicht entkleidet zu zeigen, selbst wenn es auf ihrer Heimatinsel, fernab aller Städte und Dörfer sein mochte! Die Reaktion des Jaroll sprach für sich, er verfiel ihr, was konnte man anders erwarten, es war die Göttin der Liebe!
Aber scheinbar hatte sie ihre Rechnung ohne hin gemacht, den Gott der Gerechtigkeit! Das wollte, nein, konnte er nicht tolerieren! Njala sollte ihre Freiheiten haben, aber es sollte keinesfalls ausarten!

Während Jaroll noch einen begehbaren Weg zu der sich schon bei einem Felsen befindlichen Göttin suchte, schien ein Teil der Wolke herab zu fahren und neben Njala zu landen.
Nachdem die obligatorische Rauchwolke sich verflüchtigt hatte, stand Cadalmos in Gestalt des von ihm so sehr gemochten, alten Mannes neben seiner Schwester und Tochter, den stützenden Stock in seiner rechten Hand, und blickte sein gegenüber streng an.

"Njala!", begann er gereizt wirkend und doch mit einer ein Stück weit nachsichtig klingenden Stimme "Bist du dir im Klaren darüber, was du hier gerade tust?", fügte er eine für ihn rhetorische Frage an, denn so schien sie sich nicht im Klaren darüber zu sein, andernfalls hätte sie nicht so handeln dürfen!
"Du weißt doch genau, dass du dich in Gegenwart der Menschen nicht solchen Freizügigkeiten hingeben sollst!
Ich spreche dir deine Freiheiten zu, sicher, aber sie sollten nicht in diese Freizügigkeiten umschlagen! Du sollst die Menschen dazu bringen, sich untereinander zu lieben, nicht, dich zu lieben!
Das hier ist kein Spiel, meine Tochter! Begreifst du das nicht?"
, hielt er ihr in einem anklagenden und zugleich mitleidvollen Ton vor, schüttelte leicht den Kopf und warf einen Blick zu der Stelle, an welcher Jaroll auftauchen müsste.

Mit festen Schritten watete der Gott in das Wasser, zuerst bis zu den Knien, dann schließlich bis zur Hüfte und ein Stück weiter hinaus. Das klare Nass des Ozeans sog sich in seine Kleider, verdunkelte ihre ohnehin schon dunkle Farbe weiterhin. Der Stock grub sich unnachgiebig in den weichen Sandboden, um den Körper bei jedem der langsamen und bedachten Schritten zu stützen.
Schließlich blieb der Gott stehen, stütze beide Hände auf seine Gehhilfe und blickte den ihm nun gegenüber stehenden Fischer an.
"Was, mein Sohn, glaubst du, hier zu tun?", warf er ihm eine Frage entgegen und sah ihn mit einem Blick an, der Neutralität
vermittelte, es fast so wirken ließ, als würde der alte Mann nickend zur Seite weichen, wenn er nur eine zufriedenstellende Antwort erhalten würde.

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Gerechtigkeit? Mein Wort ist Gerechtigkeit!
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Njala

Göttin



Geschlecht:
Alter: 108
Anmeldungsdatum: 07.03.2009
Beiträge: 31

Rasse: noch keine

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BeitragVerfasst am: 13.12.2009, 01:38    (Kein Titel)
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Das Haar war zur Hälfte entwirrt, als eine kleine Wolke die Sonne verhang, vom Himmel stürzte und in einer obligatorischen Rauchwolke einen alten Mann gebar.

Das Haar war zur hälfte verworren, als die es entwirrenden Finger der Göttin in der Bewegung erstarrten und sich ihr Blick einer kleinen Wolke gleich verdunkelte. Sie wandte den Blick nicht ab vom felsenklimmenden Manne im Meer und nur die leicht genervte Stimme verriet dem neben ihr stehenden wohl ihr Gemüt.

"Papa!"
- klang sie und ward vorwurfsvoll und von einer trotzigen Welle untermalt.
Doch der alte Mann beachtete es nicht weiter sondern sprach einfach so mahnende Worte zu ihr und Njala hoffte nur inständig, er mochte dem Manne auf der Klippe seine Gestalt verhüllt haben. Doch dem schien nicht so, denn kaum hatte er geendet, so stieg er schnurstracks diesem entgegen und ließ der Tochter nicht einmal die Zeit, ihm Antwort zu geben.

Wütend schleuderte Njala die Strähne, die sie immer noch in den Händen hielt von sich, dass sie mit einem klatsch wieder auf dem Rücken zu liegen kam, schnellte von dem kalen Felsen auf noch ehe der Alte ihn verlassen hatte und zischte ihm nur verhalten zwar, doch laut genug, als dass er es wohl noch hören mochte nach.

"Was mischst du dich in meine Dinge, Vater?!"

Doch seine Antwort erwartete sie nicht mehr, sondern entschwand mit weitem Sprung zurück ins kühle Nass den Blicken und dem Orte für den Augenblick.
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Jaroll

Freigelassener



Geschlecht:
Alter: 49
Anmeldungsdatum: 23.05.2009
Beiträge: 246

Rasse: Mensch

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BeitragVerfasst am: 15.12.2009, 18:54    (Kein Titel)
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Ob Realität oder Traum, Jaroll war schon lange nicht mehr Herr seiner Sinne. Diese Frau hatte ihm den Kopf verdreht wie noch keine zuvor. Erziehung und Anstandsregeln waren in dem Augenblick über Bord geflogen, als sie ihre Kleider ablegte und den letzten Rest von Zögern hatte er mit seinen Kleidern abgestreift. Selten hatte er sich so gefreut einfach er zu sein und wenn es die Götter erlaubten würde es nicht lange dauern und er würde bei ihr sein.

Seine Gedanken eilten schon weit voraus. Er stellte sich vor, wie er sich ihr vorsichtig nähern würde. Immer nur eine Handbreit weit wollte er näher rücken, damit sie nicht verschreckt die Flucht ergriff. Ob sie überhaupt schon wusste welch ungezügeltes Begehren er ihr schenken wollte ? Sie wirkte so jung und doch war ihre Weiblichkeit einfach nicht mehr zu übersehen. Ihr Verhalten, ihre Gesten wirkten so unschuldig, so unwissend um die Signale und Andeutungen die sie machte, und doch war da etwas, das so erfahren und provozierend wirkte als würde sie Ware auf dem Markt feilbieten.

Kurz hatte er sie aus den Augen verloren und mit flauem Gefühl im Magen suchten seine Augen nach ihr, ängstlich dass diese wundervolle Erscheinung genau so schnell und geheimnisvoll verschwand wie sie aufgetaucht war. Unsicher geworden ging er vorsichtig den etwas seichteren Steinwall entlang in Richtung eines Felsenturmes, dort wo er sie zuletzt sah. Der Wall, der so seicht am Ufer begann, war bereits weit abgesunken, so dass das Wasser hin und wieder über Jarolls Schultern schwappte. Eigentlich hätte ein Nichtschwimmer wie er sofort umkehren müssen, aber in seinem Kopf war nur mehr der Wunsch bei ihr zu sein. Auf Zehenspitzen stolperte er weiter, ruderte mit den Armen um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, und fluchte still vor sich hin, weil schon wieder eine Spitze oder etwas anderes hartes seine Fußsolen quälte. Zum Glück waren seine Füße einiges gewohnt, gehärtet von den Planken des Schiffes und abgearbeitet von unzähligen Schritten auf dem Kies der Märkte und Straßen. Wie oft hatte er geflucht, über das heiße Holz, wenn im Sommer das Deck der Möwe glühte wie die Steine der Brotöfen, oder wenn im Winter seine Zehen fast erfroren im Eiswasser des nördlichen Meeres. Aber hier hatten sich die Götter wohl den Scherz erlaubt und alle Muscheln und andere Stacheltiere des Meeres zu versammeln. Es dauerte Ewigkeiten bis seine Zehen wieder eine Stelle fanden, wo sein suchender Fuß schneller war als diese lästigen Wasserviecher und er einen Schritt weiterkam. Zufrieden blickte er sich um, den Weg abschätzend, den er gerade gekommen war. “Hoffentlich kommt sie nicht auf die Idee und lässt mich den Speisenkorb holen “, kicherte er leise in seinen Bart.

Als er sich aber wieder zurückdrehte um seinen Weg fortzusetzen, stand da plötzlich wie aus dem Nichts ein alter Mann und fauchte ihn an, was er hier tue. Jaroll war überrascht, aber andererseits war klar, dass so etwas passieren musste. Anscheinend war es doch kein Traum, in dem er alles tun konnte. Und jetzt stand er offensichtlich dem Vater der Schönen gegenüber. Die Begegnung konnte nicht eindeutiger sein, und obwohl sich in Jaroll, sofort der Wunsch meldete, den Alten einfach aus dem Weg zu räumen, sagte ihm sein Verstand oder auch sein Gefühl, dass dieser alte Zottel gefährlicher war als er aussah.
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Cadalmos

Gott



Geschlecht:
Alter: 108
Anmeldungsdatum: 08.06.2009
Beiträge: 21

Rasse: noch keine

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BeitragVerfasst am: 31.12.2009, 00:44    (Kein Titel)
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Cadalmos wartete noch einen weiteren Moment, bevor er die Augenbrauen anhob und den Menschen vor sich fragend anblickte.
"Mein Sohn, ich habe dir eine Frage gestellt. Wäre es dir wohl genehm sie zu beantworten, oder hat es dir ob der Umstände unserer Begegnung die Fähigkeit des Sprechens geraubt?", erkundigte er sich danach bei Jaroll, der vor Schrecken starr wirkte.

Der Gott der Gerechtigkeit wusste nicht, wieso sein Gegenüber sich so absolut fragwürdig verhielt. Immerhin war er nicht bedrohlich oder gefährlich erschienen, selbst seine Worte waren sanft und in einem angemessenen Tonfall gewählt worden, was den Herrn vor ihm doch kaum hätte verschrecken dürfen.

Gut, man musste zugeben, dass es nicht alltäglich war, dass ältere Männer voll angekleidet in hüfthohem Wasser zu erscheinen gedachten, aber mit solchen Dingen musste man eben rechnen, wenn man sich auf ein Spiel mit der Göttin der Liebe einließ. Immerhin war sie nicht die einzige Göttin und es gab nun einmal Argusaugen, welche über sie zu wachen suchten.

Weiterhin abwartend, ob er denn nun auf seine neuerliche Frage Worte aus dem Menschen würde locken können, stand Cadalmos immer noch auf seinen Stock gestützt und blickte den entblößten Manne vor sich an. Vielleicht würde er sich ja irgendwann dazu bewegen, sein Gedächtnis zu nutzen.
Und vielleicht würde dieses ihm dann auch irgendwann mitteilen, dass er kein gewöhnlicher Alter war. Und vielleicht würde er dann auch ein Wort sprechen.

"Nun?", hakte er dann sicherheitshalber noch einmal nach, als immer noch nichts geschah und wurde langsam doch etwas ungeduldig. Was glaubte dieser Fischersbursche denn, wen er vor sich hatte? Eine Sandverwehung? Es wurde langsam doch schon nahezu lasterhaft und ohne es wirklich zu bemerken, begann das Wasser um Cadalmos herum, von ihm ausgehend, erste, kleine Wellen zu schlagen, die sich scheinbar zu intensivieren versuchten, je weiter sie sich von dem Gott entfernten.

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Jaroll

Freigelassener



Geschlecht:
Alter: 49
Anmeldungsdatum: 23.05.2009
Beiträge: 246

Rasse: Mensch

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BeitragVerfasst am: 17.01.2010, 15:04    (Kein Titel)
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Nein, es war ihm nicht genehm, irgendeine Frage dieses Zausels zu beantworten. Er hasste ihn wie Nichts sonst in dieser Welt. Der störrische alte Großvater störte nur und es wäre besser gewesen, er wäre nie aufgetaucht.

Es war schon seltsam, dass diese Insel eine solche Wirkung auf den sonst so ausgeglichenen und eher scheuen Menschen hatte. Seit dem Schiffbruch hatte er seine Gedanken und Gefühle nicht mehr unter Kontrolle, ohne dass er es selbst es bemerkte. Seine Gefühle zeigten sich um das hundertfache verstärkt und seine Selbstkontrolle und Ratio schienen irgendwo in einer Taverne zu sitzen, trunken und unfähig auch nur zu erkennen, was sich hier abspielte.

So wie er diese junge Maid vom ersten Augenblick geliebt und begehrt hatte, mit jeder Faser seines Körpers, genau so inbrünstig war sein Hass auf diesen Eindringling. Sollten ihn doch die Monster der Tiefe verschlingen. Seine Gedärme als Fischfutter in den Mägen der Meeresbewohner enden.
Hustend und spuckend kam er wieder hoch, nachdem ihn eine überraschende Welle überrollt hatte. Der Alte war immer noch da. Was glaubte er eigentlich, was er gegen ihn, Jaroll, ausrichten konnte. Es hatten schon jüngere und kräftiger den kürzeren gezogen, wenn seine Fäuste erst einmal in Schwung kamen. Er wollte den Alten einfach aus dem Weg haben. Ihm mit seinen eigenen Händen den dünnen Hals brechen wie einen dürren Ast.
Er wollte eine Antwort ? Er konnte eine Antwort haben ! Handfest und sehr einprägsam ! Seine Fäuste würden schon eine verständliche Antwort geben.
“Ich schwimme !”, fauchte Jaroll: “Und du störst alter Mann !”
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Cadalmos

Gott



Geschlecht:
Alter: 108
Anmeldungsdatum: 08.06.2009
Beiträge: 21

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BeitragVerfasst am: 20.01.2010, 18:03    (Kein Titel)
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Verwundert von dieser überaus harschen Antwort Jarolls trat Cadalmos einen Schritt zurück und hob das Kinn zuerst unmerklich, bevor er sich wieder in die Haltung zurück begab, die seinem Äußeren mehr entsprach.
"Ich störe also? Und was willst du jetzt tun, gehezter, junger Mensch? Einen alten Mann, wie du so schön ausdrücktest, niederknüppeln? Dich an Wehrlosen vergreifen, weil sie dich auf Moral und Anstand hinzuweisen versuchen?", gab er dann zurück und stütze sich scheinbar schwerfällig auf seinen Gehstock.

Die Situation hatte sich zwar bei Weitem nicht so entwickelt, wie er es gehofft oder vermutet hatte, doch es war nicht zu legnen, dass die sich eben ergebenen Umstände hervorragend dazu eigneten, diesen Menschen in gewisser Weise zu prüfen.

Es wäre natürlich überaus unpraktisch, falls dieser Fischer wirklich daran denken sollte, Gewalt zu brauchen, um sich seiner lüsternen Triebe zu befriedigen, denn das würde für Cadalmos dann soviel bedeuten, als dass seine letzte, große Säuberungsaktion den Menschen keine neuen Ansichten und ebensowenig Reue ingebracht haben mochte.

Zumindest diesem einen Menschen. Aber er war ein Anfang. Sollte er sich ungebührlich verhalten, so war er möglicherweise der Anfang einer Sache, die der Gott der Gerechtigkeit als nahezu ausgerottet vorgestellt hatte. Darum war es nicht immer sehr produktiv, die Liebe in ungezügeltem Maße auf die ungelehrigen Köpfe der Erdenbewohner zu senden...

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Njala

Göttin



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Alter: 108
Anmeldungsdatum: 07.03.2009
Beiträge: 31

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BeitragVerfasst am: 27.02.2010, 23:54    (Kein Titel)
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zuerst hatte Njala nicht vor gehabt das Gespräch zwischen ihrem Vater, dem Gott der Weisheit und Gerechtigkeit, der Magie und Zauberkunst zu belauschen. Sie war einfach nur verärgert und entrüstet über das unangemeldete offensichtliche Auftauchen ihres Bruders von Felsen in das weite Nass des Ozeans gesprungen, von dessen Wassern sie wußte, dass sie zumindest vor des Menschen Augen dort verborgen war.
Doch ihre unersättliche Neugierde sowie der Ärger über das anmaßende Verhalten ihres Vaterbruders, der sich wiedereinmal ohne Scham in ihre ureigensten Angelegenheiten mischte, der sich nicht einmal die Mühe machte, ihr auf ihrer Insel sein Eintreffen zuvor anzukündigen, wie es sonst üblich gewesen wäre trieb sie denn doch dazu das lauschende Ohr auf das Gespräch zwischen Cadalmos und Jaroll zu werfen.
Doch was sie zu hören bekam, war alles andere als erfreulich oder auch nur unterhaltsam. Was dachte Papa sich nur, diesem armen Menschen, der nichts weiter tat als seinem innersten Selbst zu folgen auf diese Art und Weise entgegenzutreten? Nein, dem mußte ein ende bereitet werden und so bat sie die wogende See ihr mit der nächsten Welle den Schäumenden Kamm zu leihen um sich in ihm der Szenerie unbemerkt nähern zu können.

Es bedurfte keines magischen Zaubers um das folgende vor dem Augen des Menschen zu verbergen. Denn entgegen ihres Vaters überheblicher Art wußte sie wohl die intimen Dinge der Götter vor den Sterbliche zu verbergen. Oder glaubte es zu wissen zumindest.
Und so erhob sich Njala nach der zeit des gespannten Erwartens der säumenden Woge zur Seite des Vaters in der schillernden Gestalt der aus dem Schaum geborenen Göttin. Doch Antlitz und Stimme verhießen wenig liebevolles dem Vater, als sie anhub zu sprechen.

"Es ist genug Vater!

Wofür strafst Du dieses armselige Geschöpf mit deinen Worten?

Dafür, das er den Schranken seiner selbst folgt, die wir ihm und allen seiner Rasse auferlegt haben?!

Lass ihn in Frieden ziehen und seinen Leidenschaften folgen. Nichts verbotenes hat er getan unter dieser Sonne.

Und hör auf dich in meine Angelegenheiten zu mischen.

Du hast mich eine Ewigkeit aus der Welt verbannt. Du hast diesem Manne und allen anderen Sterblichen auf eine lange Zeit die Freuden der Liebe genommen. Und nun willst Du diesen hier strafen, dass er sich nun wieder in zügelloser Leidenschaft hingeben möchte mir, nach all den Qualen und Entbehrungen, die Du ihm und ihnen allen auferlegt hast?! Wie herzlos bist Du Vater?

Du stehst in ihrer Schuld damit, denn sie waren nicht Schuld an ihren Verfehlungen für die Du sie straftest. Das weißt Du so gut wie ich. Es waren die Götter selbst, die ihre Fehler zu verantworten haben.

Wir haben sie zu dem gemacht, was sie waren und sind.

Ich habe dieses bemitleidenswerte Wesen hier vom Tode errettet, den Du ihm zu senden beschlossen hattest und auf meine Insel geholt, um einen Mann aus ihm zu machen, einen Helden nach deinen Wünschen. Weil diese Welt Männer wie ihn braucht. Männer mit Herz, die noch wissen, warum es sich lohnt auf der Welt zu sein.

Dir aber, geliebter Bruder, rate ich, misch dich nicht weiter ein hier. Sondern geh und strafe nicht den Menschen für seine Fehler, die Du ihm gabst. Sonst gebe ich Dir mein Wort, werden nie wieder Frauen auf dieser Welt ihren Männern zu willen sein, werden keine liebreizenden Worte des Jünglings mehr der angebeteten Ohr umsäuseln und auch die Lieder und Flöten und der Klang der Lyra wird verstummen auf ewig und dein Ohr nicht mehr ergötzen und nur noch Unmut und Neid und Mißgunst wird unter den Männern herrschen, die sich Nacht für Nacht allein aufs kalte Lager werden betten müssen."


So sprach sie mit für der Sterblichen unhörbarer Stimme zu dem obersten der Götter und es war ihr bitterer Ernst.
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Cadalmos

Gott



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Alter: 108
Anmeldungsdatum: 08.06.2009
Beiträge: 21

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BeitragVerfasst am: 15.03.2010, 17:34    (Kein Titel)
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Cadalmos glaubte nicht, was er da vernahm, er glaubte nicht, was ihm da entgegen geworfen wurde, schamlos, unverblümt, anklagend.
Hatte sie es denn immer noch nicht begriffen? Wie konnte sie nur in solch einem Ton mit ihm umgehen? Sich anmaßen, ihn in dieser Art anzugreifen, ja, ihm gar zu drohen!
Nach wie vor im Wasser des Ozeans stehend blickte der Gott der Gerechtigkeit seine Tochter an, fassungslos, für den Moment der Worte beraubt, zu unglaublich und unvorhergesehen war der plötzliche Ausbruch seiner Schwester über ihn hergezogen.
"Njala, ich kann es nicht glauben, was du hier von dir gibst. Hast du denn noch nicht begriffen, worauf es mir ankommt? Hast du nicht bemerkt, was ich erreichen möchte?", fragte der als alter Mann erschienene Cadalmos sie und schüttelte schwach den Kopf.
"Ich will nicht zwischen den Menschen und der Liebe, der Lust stehen. Doch zugleich will ich nicht, dass die Menschen ob der Liebe und Lust in Rage und Blindheit verfallen. Hast du ihn denn nicht vernommen? Die Art seiner Reaktion, wie schon wieder die Wut ihn diesem Geschöpf aufflammte, da ich es nur wagte, ihn zu fragen, was er hier suche?
Siehst du denn nicht, Njala, dass ich bestrebt bin, dass die Menschen und jegliche anderen Geschöpfe dazu in der Lage sein sollten, ihre Liebe zu leben, ohne gleich den verwerflichen Werten des Neides und der blinden Wut, ja, gar dem Hass zu verfallen?
So wie du reagierst, möchte ich fast meinen, du willst es nicht anders...ich bin weder gekommen, um dich anzuklagen, noch, mich zu tief in deine Sachen zu mischen. Aber ich bin nun hier und sehe mit Schrecken, wie schon ein einzelner Manne verblendet auf die Erscheinung eines alten Geschöpfes reagiert, wie er fast schon in Rage gerät, weil ich nur auftrete und ihn für einen Augenblick von seiner Liebe zu trennen vermag.

Njala, du musst doch sehen, dass die Wesen dieser Welt sich nicht endlos der Liebe hingeben können. Sie ist etwas Wunderbares, Notwendiges, ja, nahezu Unverzichtbares.
Aber so hat sie auch das Potential, tief zu verletzen, zu zerstören. Und das weißt du, so gut ich es weiß. Es wird Zeiten geben, in welchen Menschen und Andere von der Liebe getrennt sind.
Und damit meine ich nicht jene Zeiten, in welchen ich ihnen durch meine Entscheidungen die Liebe verwehrt hatte. Nein, es sind jene Zeiten, in welchen sie sich selbst oder Andere von der Liebe trennen, von welchen ich spreche.

Aber das scheinst du nicht zu verstehen, nicht zu verstehen wollen, Njala. Ich bin bemüht, die Menschen, die Satyren und die Nymphen dahingehend zu beeinflussen, dass sich ihre Gemeinsamkeit nicht früher oder später auf den Zwist ausweitet. Besonders die Menschen scheinen in dieser Hinsicht der Hilfe nötig zu haben.
Doch du...du gehst hin, führst sie wieder in die Zügellosigkeit, die sich in weit mehr erstreckt, als den bloßen Liebesakt, als die bloße Hingabe zu etwas zu Liebendem.

Du drohst mir offen, liebste Schwester, lässt dich von deiner Wut beeinflussen...und so will ich darauf eingehen.
Ich werde dich und deine Angelegenheiten in Frieden lassen, Njala. Ich werde mich ankündigen, sollte ich gedenken dich aufzusuchen. Und ich werde, sollte ich denn in deinem Reich weilen, den gebührenden Abstand walten lassen zu dir und den Liebenden, welche du um dich versammelt halten magst.
Aber ich bitte dich, denke über meine Worte nach. Denke darüber nach und sieh in dich, sieh in die Vergangenheit. Sieh, ob du vielleicht doch begreifen willst, worum es mir geht und was ich zu erreichen versuche...lebe wohl, Njala, und verzeihe mir diese unrühmliche Einmischung in deine ureigensten Aufgaben..."
, schloss er ab und neigte das Haupt leicht vor seiner Schwester, bevor der alte Mann sich mit der nächsten, kleinen Welle in einen sanften Lufthauch verwandelte, kurz um die Anwesenden strich und dann wieder in jene Wolke verschwand, aus welcher er zuvor gekommen ward, als wäre hier nie etwas geschehen.

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